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Abram Games

Abram Games

London 1914 -
London 1996


Abram Games, eigentlich Abraham Gamse, wird 1914 in London-Whitechapel geboren. Sein Vater Joseph Gamse, ein litauischer Fotografen, ändert den Familiennamen in Games. Für kurze Zeit studiert Abram Games an der St. Martins School of Art in London, doch desillusioniert vom Lehrstil und wegen der hohen Schulkosten verlässt Abram Games die Schule bald wieder. Bei der Londoner Werbeagentur Askew-Young arbeitet er 1932-36 als "studio boy", und er assistiert dem Vater beim Fotografieren.
1935 gewinnt Abram Games einen Plakat-Wettbewerb des London County Council, zu dem er einen eigenen Entwurf einreicht. Ab 1936 macht sich Abram Games als freier Grafiker selbständig. Er entwirft Plakate für London Transport und Shell. Durch den Kontakt mit Jack Beddington, dem Design Director bei Shell, wird Abram Games während des Zweiten Weltkriegs als offizieller Plakatkünstler beim britischen War Office angestellt. Für dieses entwirft er etwa einhundert Propaganda-Plakate. Durch die Arbeit an diesen Plakaten entwickelt Abram Games seinen eigenen Grafikstil, mit dem er es schafft, mit möglichst geringen Mitteln eine maximale Aussagekraft zu erzielen ("maximum meaning, minimum means"). Am bekanntesten sind die Plakate für den ATS (Auxiliary Territorial Service), die die Frauen zur Mitarbeit im Heimathilfsdienst aufforderten.
Nach dem Krieg ist Abram Games wieder als freier Werbegrafiker tätig. Abram Games gestaltet Plakate, Werbeanzeigen und Logos für die Financial Times, die BBC, British Airways, Guiness, London Transport, Shell, die Vereinten Nationen oder die Fluglinie El Al. Er gestaltet Buchtitel für Penguin Books, 1951 gestaltet Abram Games das Emblem für das Festival of Britain.
Abram Games ist einer der letzten Gestalter von lithographischen Plakaten, bevor diese künstlerisch-handwerkliche Technik vom Offset-Verfahren abgelöst wurde.

Ketterer Kunst
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